Archiv für November 2009

Aufruf zum bundesweiten Adventsspaziergang am 29.11.2009

Donnerstag, 26. November 2009

Im Zuge des internationalen Bildungsstreikes und der europaweiten Befreiungen von rund 80 Bildungseinrichtungen können die Missstände in dieser Sache nicht länger ignoriert werden.

Nur durch ein gemeinsames Eintreten aller für eine gerechte Bildung kann eine öffentliche Debatte ins Rollen gebracht werden. Sollten nicht gerade in Zeiten, in denen die Schulzeit auf zwölf Jahre verkürzt wurde und öffentliche Institutionen Erziehung und individuelles Verhalten benoten (Kopfnoten), alle Erziehungsberechtigten für die Grundbedürfnisse sowie für die Rechte ihrer Kinder einstehen?

Derzeit sind Schutzbefohlene durch wirtschaftliche Interessen starkem psychischen Leistungsdruck ausgesetzt und werden gleichzeitig in der freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit gehemmt. Es sollte auch Aufgabe der Eltern sein, sich in die Diskussionen einzuschalten!

Der kritischen Entwicklung, die schon seit geraumer Zeit von Betroffenen wahrgenommen wird, muss sofort entgegengewirkt werden. Die Gleichgültigkeit gegenüber gesellschafts- politischen Themen ist alarmierend hoch. Daher fordern wir Sie dazu auf, in Aktion zu treten, um ein klares Statement gegen die aktuelle Verfahrensweise der Bildungspolitik zu setzen.

Wir wünschen uns, dass Sie sich die Zeit nehmen und am Sonntag den 29.11.2009 um 14.00 Uhr zusammen mit ihrer Familie einen Adventsspaziergang zu einer Bildungseichrichtung machen, um mit anderen Leuten gemeinsam über die derzeitige Situation zu sprechen.
Als Anregung zur Diskussion können folgende Themen dienen:
−Bildungsstreik
−Mehrgliedriges Schulsystem
−Empfehlungen für die weiterführende Schule
−Abitur in 12 Jahren
−Mitbestimmung in der Schule
−LehrerInnenmangel
−Klassengrößen
−Lernmittelfreiheit
−Lehrpläne
−Wahlfächer
−Unterrichtsmethoden
−Individuelle Förderung und Anforderungen
−Studiengebühren
−Bachelor und Master
−Hochschulzugangsberechtigung
−Geheime Lehrpläne
Mit freundlichen Grüßen
Die streikenden SchülerInnen, Studierenden und Auszubildenden aus Köln
Weitere Infos unter www.bildungsstreik-koeln.de

Quelle: Bildungsstreik Mailliste

Polizei räumt Leipzig

Donnerstag, 26. November 2009

Hallo Leute,

schlechte Nachrichten. Laut einem Anruf wird gleich das besetzte Rektorat der Uni Leipzig geräumt. Die Polizei steht bereits vor der Tür.

Die BesetzerInnen im Rektorat fordern:

1. Keine allgemeinen und/oder versteckten Studiengebühren.

2. Umfassender Bestandsschutz für die auslaufenden Studiengänge.

3. Garantie für die Studierbarkeit der neuen Studiengänge. (Studierbarkeit des Wahlbereichs und Möglichkeit eines Nebenfaches mit Abschluss für alle Studierenden.)

4. Bereitstellung selbst verwalteter studentischer Räume.

5. Reduzierung der Prüfungslast, Abschaffung von Multiple-Choice-Klausuren, Verbot von Anwesenheitskontrollen.

6. Erhalt und Ausbau der “kleinen Fächer” zur Wahrung der Fächervielfalt.

7. Umgehende Besetzung aller Lehrstühle.

8. Ein/e studentische/r Konsul/in als studentische Vertretung mit Antrags- und Rederecht im Rektorat und Hochschulrat, der/die bei allen Sitzungen anwesend sein muss.

9. Einstellung der HRK-Finanzierung von Seiten der Universität.

Jörg Rostek

Pressegruppe “Bundesweiter Bildungsstreik”
www.bildungsstreik.net
0172-586 83 64

Wir fordern:

* selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungs- und Konkurrenzdruck
* freien Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren
* öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft
* Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen

“Wie es wäre gebildet zu sein”
http://www.hwr-berlin.de/fileadmin/downloads_internet/publikationen/Birie_Gebildet_sein.pdf

Quelle: Bildungsstreik Mailliste

Nachtrag: Nach einer schriftlichen Stellungnahme des Rektorates zu unseren Forderungen haben wir wie zugesagt die Vollblockade beendet und werden 20 Uhr im Plenum weiterplanen für dei zurkünftige Strategie.

Eine Räumung fand somit nicht statt, das waren zu verfrühte Infos, Sorry!

Vielen Dank für eure Soli und ganz viel Energie für euch!
Es ist so richtig und wichtug was wir tun.
Venceremos!
Theresa

Pressemitteilung – Blockade des Rektorats der Universität Leipzig

Donnerstag, 26. November 2009

Seit Montag halten Studierende der Universität Leipzig das Rektorat besetzt, um auf die neun beschlossenen Minimalforderungen aufmerksam zu machen. Nachdem es bis heute keine ersichtlichen Bestrebungen gibt auf diese Forderungen einzugehen, entschied sich das Plenum nun zu einer Totalblockade des Rektorats. Damit soll der Druck auf das Rektorat erhöht werden, um endlich eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Forderungen anzustoßen. Das Rektorat hat in den letzten Tagen keinen Willen gezeigt, die konkret an es gestellten Forderungen zu bearbeiten. Rektor Häuser zeigte sich vor der Presse sehr gesprächsbereit, den Studierenden gegenüber legte er jedoch eine sehr ausweichende und unkooperative Haltung an den Tag. In den vergangen Tagen der Besetzung wurde der aktive Rektoratsbetrieb nicht unterbunden, dennoch war ein produktiver Austausch nicht möglich, so dass sich die Studierenden heute zu diesem Schritt gezwungen sehen.
In den frühen Morgenstunden des 26.11.2009 findet daher eine friedliche Sitzblockade im Rektoratsgebäude der Universität Leipzig statt. Ziel dieser Blockade ist die Erwirkung eines konstruktiven Dialoges mit dem Rektorat. Die Besetzerinnen und Besetzer erwarten eine sofortige schriftliche Positionierung.

Quelle: Bildungsstreik Mailliste

Studierende bringen Forderung erfolgreich in den Fakultätsrat

Donnerstag, 26. November 2009

Protest zwingt Fakultätsrat zum Entgegenkommen – Studierenden heben Blockade teilweise auf

Mittwoch an der Universität Hamburg: Studierende bringen ihre Forderung nach der Nachbesetzung von vier offenen Professorenstellen im Fachbereich Sozialökonomie erfolgreich in den Fakultätsrat. Zuvor wurde drei Tage lang ein komplettes Unigebäude besetzt. Am Mittwochabend um 19:30 Uhr wurde im Besetzungsplenum von den Studierenden mehrheitlich die freiwillige Freigabe des Zugangs zu den Verwaltungsbüros beschlossen. Die Studierenden stehen damit zu ihrem Wort und zeigen Gesprächsbereitschaft. Der Studienbetrieb wird weiterhin bestreikt.

Obwohl die HWP fest in der Hand der streikenden Studierenden bleibt, wird der Verwaltungsbetrieb nicht mehr blockiert. Am späten Abend wurde aufgrund des Drucks von 250 anwesenden Studierende vom Fakultätsrat Wirtschafts- und Sozialwissenschaften die Einsetzung einer Kommission zur Stellennachbesetzung zugesagt. „Wir sehen die Zusage als großen Erfolg“, so der Student Roland Sieber. Die Studierenden wollen die Entwicklung kritisch begleiten und bei Nichteinhaltung die Komplettblockade fortsetzten.

Siehe auch unsere Pressemitteilung „HWP stellt seine Forderungen an den Fakultätsrat“ vom 25.11.2009.

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Forderungen an den Fakultätsrat:

Hamburg. Das Plenum der Besetzer der ehemaligen Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP), hat heute seine Forderungen gegenüber dem Fakultätsrat der Universität Hamburg, im Hörsaal der HWP (öffentlicher Teil der Sitzung wurde hierhin verlegt) aufgestellt. Die Forderungen lauten:
Wir, die Studierenden des Fachbereichs Sozialökonomie, führen diesen Streik für den Erhalt unseres Fachbereichs und die Verbesserung unserer prekären Studiensituation. Durch die Nichtbesetzung der vier offenen Professuren im Fachgebiet Recht in unserem Fachbereich Sozialökonomie sehen wir den Studiengang Sozialökonomie in der jetzigen Form in Gefahr.
Aus diesem Grund unterstützen wir die Forderungen unserer ProfessorInnen, welche die Besetzung dieser Stellen ebenfalls einfordern. Wir sind bereit umgehend den Verwaltungstrakt freizugeben, wenn wir eine verbindliche, schriftliche Zusage des Fakultätsrates erhalten, dass er sich aktiv mit all seinen Mitteln für die schnellstmögliche (Ausschreibung bis Ende 2009) Besetzung dieser Stellen im Fachbereich Sozialökonomie, durch den Fachbereich Sozialökonomie, einsetzt. Darüber ist den Studierenden regelmäßig öffentlich und schriftlich Rechenschaft abzulegen.

Anwesend waren 21 Vertreter des Fakultätsrates und ca. 250 Studierende der HWP.

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Mit freundlichen Grüßen

Roland Sieber,

für die HWP-Besetzer_innen, HWP Brot & Rosen, c/o Fachschaftsrat FB Sozialökonomie, Von-Melle-Park 9, 20146 Hamburg, Pressehandy: 0170 / 5505753 (Michael Becker), Mail:


HWP AStA Wahl 7.-11. Dezember 2009
Tel. / Mobil: 0170 / 5505753
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Homepage: http://www.hwp-brotundrosen.de/
Twitter: http://twitter.com/hwpbrotundrosen
StudiVZ: HWP wieder in Bewegung

Quelle: Bildungsstreik Mailliste

Dresden unterstützt Chemnitz bei der Besetzung eines Hörsaals

Donnerstag, 26. November 2009

Heute, am 25.11.2009 wurde gegen 12 Uhr das Audimax der TU Chemnitz für besetzt erklärt. Über
diese Besetzung wurde zuvor im Rahmen einer Vollversammlung abgestimmt. Dabei stimmte eine
überwältigende Mehrheit der anwesenden Studierenden im Beisein des gesamten Rektorats für die
Fortführung des Bildungsstreiks mit dem Mittel der Besetzung.
Wir, die Besetzenden des POT81 an der TU Dresden erklären hiermit unsere vollkommene
Solidarität mit den Aktiven in Chemnitz und wünschen euch viel Erfolg und das nötige
Durchhaltevermögen.
Darüber hinaus hoffen wir, dass sich in der Zukunft eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit
der Besetzenden an allen sächsischen Hochschulstandorten entwickelt.
Solidarische Grüße,

die Studierenden des POT81.

Tel: 0173/9448895
Mail:
Twitter: bsdresden
Web. http://www.pot81.de

Quelle: Bildungsstreik Mailliste

Wenn der Gegner uns zustimmt, ist das schlecht und nicht gut

Mittwoch, 25. November 2009

Pressemitteilung Uni Tübingen

Wer die Darstellung der Studierendenproteste in den Medien verfolgt hat, dürfte sich stellenweise sehr gewundert haben. Politiker_Innen und Hochschulrektor_Innen äußern im Fernsehen ihre Zustimmung zu den Bildungsprotesten und erwecken den Eindruck, sie würden unsere Forderungen mittragen. Und das, obwohl wir die seit dem sogenannten „Bologna-Prozess“ umgesetzte Neuorientierung der Bildungspolitik eindeutig ablehnen. Man sollte also meinen, dass Politiker_Innen der Rot-Grünen, der Großen und der Schwarz-Gelben Koalition nicht auf unserer Seite stehen, sondern im Gegenteil als unsere Gegner in dieser Auseinandersetzung auftreten. Woher also die plötzliche Geistesverwandtschaft?

Es fällt auf, dass die Bildungsproteste in den Medien mit einer Selektivität, die einer Falschdarstellung gleichkommt, präsentiert werden. In den Solidaritätsbekundungen der Politiker_Innen werden zentrale Forderungen des Protests verschwiegen: Ziele wie die Abschaffung von autoritären Strukturen an der Schule, eine Gemeinschaftsschule für alle, ein elternunabhängiges und nicht rückzahlungspflichtiges BAFöG, eine soziale Öffnung der Hochschulen, die Revision der Politik einseitiger Elitenbildung und Abkehr vom Bachelor als Regelabschluss werden nicht genannt. Wir treten ein gegen die fortschreitende Ökonomisierung der Hochschulen und für die Beendigung der Dominanz von großen Konzernen im Hochschulrat, die durch die gesetzliche Fixierung der Mehrheit von sogenannten „Externen“ garantiert ist. Wir fordern eine Beendigung aller prekären Beschäftigungsverhältnisse an Bildungseinrichtungen. Wir wollen ein Ende des Zwangs zur Drittmitteleinwerbung und ein Ende der Abhängigkeit der Wissenschaften von Verwertungsbedürfnissen. Die Gleichstellung und Förderung von kritischer Wissenschaft, insbesondere im Bereich der Geisteswissenschaften und eine verfasste Studierendenschaft mit politischem Mandat in Süddeutschland sind bedeutende Forderungen unserer Bewegung. All diese kommen in der offiziellen Darstellung nicht vor. Selbst die Forderung nach Abschaffung der Studiengebühren, die seit Jahren eine Hauptforderung der Bildungsproteste darstellt, wird weitgehend ignoriert.

Es wird also ein falsches, verzerrtes Bild unserer Bewegung erzeugt. So erdreistete sich Bundesbildungsministerin Annette Schavan, in der Tagesschau Ziel und Wesen der Proteste folgendermaßen zu entstellen: „Ich finde es richtig, wenn die Studenten sagen: Wir pochen darauf, dass das, was ihr beschlossen habt, jetzt auch tatsächlich umgesetzt wird“. Wir möchten die Bildungsministerin darauf hinweisen, dass die schnelle Umsetzung des CDU-Bildungsprogramms keineswegs zu unseren Forderungen gehört. Im Gegenteil ist die Politik der CDU maßgeblich für die Misere im Bildungssystem zur Verantwortung zu ziehen. Es wäre falsch, Schavan an dieser Stelle Dummheit oder Unwissen zu unterstellen – es handelt sich hier vielmehr um eine politische Taktik mit eindeutig erkennbaren Zielen: Hier sollen den Bildungsprotesten Inhalte unterstellt werden, die im Grunde deckungsgleich mit der Politik von EU-Staaten und Bundesregierung sind. Das Angebot ist klar: Die Studierenden sollen sich pflegeleicht und konstruktiv an den Reformen der Politiker_Innen beteiligen; Wer wirkliche Veränderungen wünscht, wird ignoriert. Es muss klar sein, dass wir nicht am selben Strang ziehen. Die Missstände, gegen die wir uns richten, sind nicht etwa auf Kunstfehler bei der Umsetzung von Reformen zurückzuführen sondern Ausdruck handfester Interessen, die nicht die der Studierenden, Schüler_Innen, Auszubildenden und im Bildungssektor prekär Beschäftigten sind.

Der Vorwurf trifft nicht nur die Verantwortlichen in der Bildungspolitik sondern auch die Medien. Den Politiker_Innen wird ihre Selbstbeweihräucherung, ihr Reden um den heißen Brei und die Verbreitung einer Illusion von Harmonie und Wohlgefallen leicht gemacht: Unsere Forderungen werden kaum und nur selektiv ausformuliert und wir bekommen erst recht kein Forum, um sie zu begründen. Wir fordern von den Medien einen angemessenen Raum, um unsere Positionen begründet darlegen zu können und dass Vertreter_Innen der Politik endlich mit kritischen Fragestellungen zu unserem Protest konfrontiert werden. Stattdessen wird ihnen bisher auch noch ein Forum gegeben um für die von uns kritisierte Politik Stimmung zu machen.

Quelle: Bildungsstreik Mailliste

Alice-Salomon-Hochschule – Audimax bleibt besetzt – externe Vernetzung schreitet voran!

Mittwoch, 25. November 2009

Seit nunmehr 14 Tagen wird das Audimax der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin Hellersdorf im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen „Bildungsstreik 09“ von Studierenden besetzt gehalten.

In dieser Zeit konstituierten sich interne Handlungsstrukturen und Diskussionsforen in Form von Plena, Arbeitsgruppen und Informationsveranstaltungen. In diesem Zusammenhang wurde ein vielseitiges Programm aus alternativen Seminaren, Arbeitskreisen und Kulturangeboten zusammengestellt.

Neben der internen Mobilisierung wird verstärkt eine Vernetzung der einzelnen Hochschulen und Universitäten fokussiert.
Am Montag, dem 23.11.2009 fand ein erstes Vernetzungstreffen der kleineren Berliner Hochschulen statt.
Anwesend waren Vertreter_innen der Beuth-Hochschule für Technik (BHT), der Katholischen-Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) und der Alice-Salomon-Hochschule (ASH).

Zielsetzungen dabei waren:
Die Schaffung von Vernetzungsstrukturen zum Abgleich ähnlicher Interessen und Forderungen der Hochschulen im aktuellen Bildungsstreik und die Zusammenführung dieser.
Die Planung einer verstärkten Zusammenarbeit in Form von gemeinsamen Veranstaltungen und Aktionen.
Die Schaffung von nachhaltigen Strukturen zur besseren Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Studierenden der einzelnen Hochschulen.

Weitere Treffen sind in der nächsten Woche geplant, auch unter Einbeziehung der teil-besetzten Universitäten HU und FU sowie der Interessenten von TU1 und Schülervertretungen.

Die Hochschulleitung der ASH äußerte sich bis zum jetzigen Zeitpunkt lediglich über Umwege zur aktuellen Situation. Vor allem kennzeichnet sie sich gegenüber der Besetzung mit Ignoranz, welche als Toleranz nach außen getragen wird2. Ein Treffen mit der Rektorin Frau Labonté-Roset ist für die Mitte der nächste Woche anberaumt.
Im Zuge des bundesweiten Verständnis-Wettbewerbes ist der Position der Streikenden der Humboldt-Universität nichts hinzuzufügen: „Wir wehren uns gegen die heuchlerische Vereinnahmung der Proteste durch tatenlose „Verständnis“-Bekundungen und ihre gleichzeitige Unterdrückung durch gewaltsame Räumungen, wie zum Beispiel in Münster, Tübingen und Bielefeld.“3

Vom 30. November bis 6. Dezember wird eine bundesweite Aktionswoche stattfinden, an welcher sich auch die Studierenden der ASH mit verschiedenen Aktionsformen beteiligen werden. Neben der Vernetzungs-Fokussierung soll mit gemeinsamen Aktionen unseren Forderungen Nachdruck verliehen werden.
Aktuelle Informationen finden sich unter bildungsstreikash.blogsport.de.

Marta Esten für die AG Vernetzung an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin

1(Teil-)Besetzung seit dem 23.11.2009 abgebrochen
2So schmückte sich die Rektorin Labontè-Rose bereits während des Bildungsstreiks im Sommer 09 mit dem bunten und kreativen Protest „ihrer“ StudentInnen, solange diese „konstruktiv“ – meint konformistisch – bleiben.
3Pressemitteilung vom 23.11.2009 (auch auf unserehu.de)




bildungsstreikash.blogsport.de
twitter: ash_brennt
skype: ash_brennt

Quelle: Bildungsstreik Mailliste

HRK Demo und Uni brennt

Mittwoch, 25. November 2009

Geschlossen ging es heute am 24.11.2009 von Dresden nach Leipzig zur Hochschulrektor_innen Konferenz (HRK) Demonstration. Dafür wurde extra ein Sonderzug von den Studentenräten der TU Dresden und der HTW Dresden organisiert.

Von 13 bis 17 Uhr demonstrierten über 4000 Menschen lautstark für mehr Mitbestimmung in den Hochschulgremien. Die HRK bezeichnet sich selbst als “Die Stimme” der deutschen Hochschulen. Genau aus diesem Grund fordern die Studenten eine anteilige Stimme in diesem Gremium zu bekommen, da diese bis heute für Studierende hinter verschlossenen Türen stattfindet. Außerdem ging es um die bundesweiten Forderungen, wie Abschaffung der Studiengebühren, bessere Umsetzung der Bolognareform und die dafür notwendige finanzielle Unterstützung durch den Staat. Die Demonstration war laut, aber friedlich und das erreichte auch die Hochschulrektor_innen während ihrer Pressekonferenz.

Wieder in Dresden angekommen, fand eine kurze Auswertung der Demonstration zwischen aktiven und standhaften Studierenden statt und das weitere Vorgehen wurde besprochen. Das nächste Ziel wäre dann die Kultusminister_innen Konferenz (KMK) am 10.12.2009.

Tel: 0173/9448895

Mail:

Twitter: bsdresden

Web. http://www.bildungsstreik-dresden.de

Quelle: Bildungsstreik Mailliste

Angst und Unmut an der HWP

Mittwoch, 25. November 2009

Am Mittwoch Studierendenprotest für Professuren

Dienstag an der Universität Hamburg: Zweiter Tag der HWP-Besetzung. Die Angst vor dem Ausbluten des Studiumsgangs Sozialökonomie geht um. Die nachzubesetzenden Rechtsprofessurstellen des Fachbereichs Sozialökonomie wurden aus dem Studienentwicklungsplan (STEP) herausgenommen und unterliegen nun der Einzelfallzustimmung des Präsidiums der Uni Hamburg. „Mittwoch letzter Woche konnte noch niemand von uns etwas mit dem Namen Dieter Lenzen anfangen und heute kämpfen wir schon um die Existenz unseres Studiengangs“ so der Student Michael Becker. Auch Professoren warnen vor dem Wegfall des Arbeitsrechtsbereichs.

Unmut kocht in dem vollem Hörsaal der ehemaligen Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP) hoch. „Wir sind kein einfacher Studiengang, wir sind die HWP“ ruft Jan Schulze in das Plenum. Applaus unter den 350 Studierenden. Ohne die HWP-Strukturen ist das interdisziplinäre Sozialökonomiestudium mit offenem Hochschulzugang ohne Abitur nicht zu erhalten. Dozenten und Professoren sammeln im Internet Unterschriften für den Erhalt eines Schwerpunktes für Arbeitnehmerrechte (www.sozialoekonomie-hamburg.de).

Mit großer Mehrheit wird die Weiterbesetzung des Fakultätsgebäudes VMP 9 beschlossen. Die Studierenden führen eine ausführliche Diskussion mit Dekan Schnapp aus dem Akademischen Senat im besetzten Hörsaal. Zudem kommt die Forderung nach Abschaffung der Studiengebühren auf.

Das nächste Plenum findet am Mittwoch um 12 Uhr im Hörsaal (Von-Melle-Park 9) statt. Danach werden einige Studierende die Fakultätsratssitzung um 14:15 Uhr (Raum 29, Von-Melle-Park 5, Eingang D) besuchen.

Mit freundlichen Grüßen

Roland Sieber,

für die HWP-Besetzer_innen, HWP Brot & Rosen, c/o Fachschaftsrat FB Sozialökonomie, Von-Melle-Park 9, 20146 Hamburg, Pressehandy: 0170 / 5505753 (Michael Becker), Mail:


HWP AStA Wahl 7.-11. Dezember 2009
Tel. / Mobil: 0170 / 5505753
Mail:
Homepage: http://www.hwp-brotundrosen.de/
Twitter: http://twitter.com/hwpbrotundrosen
StudiVZ: HWP wieder in Bewegung

Quelle: Bildungsstreik Mailliste

Pressemitteilung des Bildungsstreiks Köln Stand 24. 11.09 – ERNEUTE BESETZUNG EINES HÖRSAALS DER UNIVERSITÄT ZU KÖLN

Mittwoch, 25. November 2009

Am Dienstag, den 24. November 2009 um 16.30Uhr haben sich etwa 1000 Studierende, SchülerInnen und Auszubildende in einer Vollversammlung in der Aula der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln zusammengefunden.
Es wurde mehrheitlich beschlossen, selbige auf unbestimmte Zeit zu besetzen.
Hier möchten wir unsere Positionen diskutieren, unsere Forderungen an die Universitätsleitung und an die politisch Verantwortlichen ausarbeiten und Alternativen für ein gerechteres Bildungssystem entwickeln.

Ursprünglich sollte die Vollversammlung in der Aula 1 im Hauptgebäude der Universität stattfinden, in dem Raum also, den die Bildungsstreikenden von Dienstag letzter Woche an besetzt hatten und am Freitag Morgen hatten räumen müssen.
Zu unserem Ärgernis verwehrte uns die Universitätsleitung heute Nachmittag allerdings den Zugang zum nachweislich verfügbaren Raum.
Wir sind überzeugt davon, dass das Rektorat sich nicht anders zu helfen weiß, als die Studierenden, Auszubildenden und die SchülerInnen im Kern daran hindern zu wollen, sich zu versammeln und ihren Anliegen Ausdruck zu verleihen, bzw. einen Freiraum für konstruktiven Diskurs zu schaffen.
Dieser Freiraum ist für uns jedoch Grundvoraussetzung dafür, um gemeinsam gegen die Missstände im Bildungssystem vorgehen zu können.

Neben der bereits besetzten Fachhochschule und nun auch wieder der Universität Köln sind derzeit allein in Deutschland 68 Bildungseinrichtungen besetzt.
Angesichts dieser Situation wünschen wir uns von der Hochschulleitung der Universität sowie der Fachhochschule Köln, dass unsere Bewegung ernst genommen wird.
Wir fordern den Rektor auf, Stellung zu unseren Forderungen zu beziehen und sich persönlich dem Plenum und den Studierenden zu stellen.
Bisher verwehrt sich das Rektorat jedoch sowohl schriftlich als auch persönlich der Stellungsnahme zu den von uns vorgetragenen Forderungen.

Wir laden Sie, die Vertreter der Presse ,herzlich dazu ein, unsere Anliegen zu hören und in die Öffentlichkeit zu tragen.

Außerdem laden wir alle Auszubildenden, SchülerInnen, Studierenden und Befürworter unserer Bewegung dazu ein, sich mit uns über unsere Ziele zu unterhalten und sich uns anzuschließen.

Der Bildungsstreik Köln

Quelle: Bildungsstreik Mailliste